Der Unbär

Das schöne Wort „Unbär“ in Heinrich Heines „Atta Troll. Ein Sommernachtstraum“ (1841) hat mich zu diesem kleinen Text inspiriert.

„Ich bin doch kein Unbär“,
sagt der Bär, der von sich behauptet,
dass ihm nichts Bäriges fremd sei,
und er fügt hinzu, dass es doch
nur allzu bärig sei, wenn Inbären
Ausbären als Unterbären ansähen,
wodurch er sich als genau das
entlarvt, was mich veranlasst,
ihm jedwede Bärigkeit rundweg
abzusprechen, denn mit solchen
Äußerungen ist er einfach nur das,
was er demonstrativ leugnet zu sein:
ein Unbär.

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