Dich mit allen Sinnen

augen mag ich Dich,
sobald ich Deine Stimme ohre:
darf ich Dich behanden?
nasen tu ich Dich gern,
noch lieber zunge und herze
ich Dich, auf dass Du
mir mundest

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4 Kommentare zu “Dich mit allen Sinnen

  1. Im ersten Moment fand ich den Text etwas befremdlich, aber mit jedem Lesen gefiel es mir besser, wie du die Substantive als Verben verwendest. So bekommt der Text einen sehr persönlichen Ton, ein wenig (mittel ☺)altertümlich, zugleich experimentell, modern. Aber auch der Inhalt wirkt intensiv und direkt, seltsam, wie stark eine grammatische Spielerei sich auswirken kann.
    Ich mag dieses Gedicht sehr.

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Ule, das freut mich sehr, was Du über dieses kleine Experiment schreibst. Inspiriert hat mich tatsächlich das althochdeutsche Verb „ougen“ (‚zeigen‘, einer germanischen Ableitung von ‚Auge‘ im Sinne von ‚veranlassen, dass das Auge das macht, was des Auges Aufgabe ist‘) – und so hab ich der deutschen Gegenwartssprache kurzerhand ein paar neue Verben hinzugefügt. Dass der Text in Verben mündet (!), die es schon gibt, die aber dadurch einen Nebensinn erhalten, hat für mich den besonderen Reiz beim Dichten ausgemacht.

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