bald, schon bald

bald
flocke ich aus,
mein spätes Sommerwort
zu unterwintern

bald schon
stiebe ich auf,
in alten Hinterwinterbildern
schneezustöbern, leis

bald, schon bald
riesel ich nieder, wieder
und wieder, meiner Nachherbstverse
Harsch und Firn zu überpulvern:
kristallin

sozusagen eine Fortsetzung zu „schneien möcht ich“

4 Kommentare zu “bald, schon bald

  1. Das ist wieder so ein toll aufgebautes Gedicht, Sabine. Diese Steigerung in den ersten Versen der Strophen, dazu der Bogen in den zweiten, wie eine geschwungene Skispur den Hang hinunter.
    Abgesehen davon ist das ein traumschön poetisches Gedicht, ein Hauch von Schneegestöber, wie in einer geträumten Schneekugel.

    Gefällt 1 Person

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