schnuppe

schnuppe
sind den Lichtern
der Häuser und Straßen
der großen Stadt
der fernen Milchstraße
Sternschuppennebel

verschnupft
lehn ich am Fenster und
richte blinden Auges die Nase
himmelwärts: vielleicht kann ich
doch wenigstens eine
erschnuppern

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Vollmondnacht

das helle Auge des Mondes
lugt sanft herein durchs offene Fenster zur Nacht
und macht
meine dunkelblauschweren Gedanken licht
und leicht

Mondnacht, so still und heimlich

so lang und breit
erzählt sich der Fluss
durch die nächtliche Landschaft

so voll und ganz
schreibt sich der Mond
ins schwarze Wasser der Nacht

ganz kurz und klein
schlage ich mich durch die Büsche
ans Ufer, stehe, schaue und staune:

ach, schön und gut
ist die Welt, ist mein Leben
in genau diesem einen Augenblick