Lebenswege

am Anfang,
was des Anfangs ist,

und zum Schluss,
was an das Ende gehört.

für das Dazwischen
gibt es keine feste Regel:
der Weg deines Lebens
entsteht auf dem Weg
deines Lebens –

gewiss ist nur dies:

am Anfang,
was des Anfangs ist,

und zum Schluss,
was an das Ende gehört.

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#frapalymo 16-nov-16: „manchmal kann man auch mit gesenktem kopf ein stück himmel sehen.“

Der sechzehnte Impuls„manchmal kann man auch mit gesenktem kopf ein stück himmel sehen.“ (ein Tweet von @e_mm_e1; zu finden hier) – hat mich erst einmal den Kopf hängen lassen: Mit diesem schönen pointierten Satz ist doch alles gesagt, was soll man da jetzt noch machen? Was kann dabei mehr herauskommen als ein geschwätziges Gedicht? Aber dann haben sich doch noch Verse eingestellt, die an den Impuls anknüpfen, ohne ihn hoffentlich totzureden…

 

Perspektivenwechsel. Ein Yin und Yang-Spiel

Hast du den Kopf in den Wolken,
siehst du die Welt von oben.
In der Weite des Himmels kannst du
das Kleine im Großen sehen,
das Leise im Lauten hören,
das Dunkle im Hellen spüren.

Steckst du den Kopf in den Sand,
siehst du die Welt von unten.
In der Tiefe der Erde kannst du
das Große im Kleinen sehen,
das Laute im Leisen hören,
das Helle im Dunklen spüren.

#frapalymo 6-nov-16: was alles in eine konservendose passt

Der sechste Impuls„was alles in eine konservendose passt.“ – hat mich zu einer kleinen lebensphilosophischen Reflexion angeregt, wobei mich das wohl hat eher darüber nachdenken lassen, „was alles nicht in eine konservendose passt.“

Fragwürdige Utopie

Wäre es nicht schön,
wenn du dir bei Bedarf
einfach eine Dose Glück aufmachen könntest
oder, wenn nötig, eine Dose Gesundheit?
Wäre es nicht wunderbar,
wenn du immer
ein paar Dosen Zeit im Vorratsschrank hättest?
Nur frag ich dich und mich:
Wie lange haltbar ist das Glück?
In wieviel Monaten verfällt Gesundheit?
Und: Wann ist die Zeit abgelaufen?

Leben, nichts anderes

Seit ich lebe,
lebe ich
das Leben der anderen.

Seit ich lebe,
wünsche ich mir
ein anderes Leben.

Seit ich lebe,
möchte ich gern
ganz anders leben.

Seit ich lebe,
will ich
leben, nichts anderes.

Wäre ich…

Wäre ich jung,
wäre das Leben reicher.

Wäre ich reich,
wäre das Leben schöner.

Wäre ich schön,
wäre das Leben leichter.

Wäre ich nur klug,
dann wüsste ich, dass es nicht

Jugend,
Reichtum,
Schönheit

sind, die das Leben

reicher,
schöner,
leichter

machen.