Mondnacht, so still und heimlich

so lang und breit
erzählt sich der Fluss
durch die nächtliche Landschaft

so voll und ganz
schreibt sich der Mond
ins schwarze Wasser der Nacht

ganz kurz und klein
schlage ich mich durch die Büsche
ans Ufer, stehe, schaue und staune:

ach, schön und gut
ist die Welt, ist mein Leben
in genau diesem einen Augenblick

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#frapalymo 15-nov-16: fassbar

Mit dem fünfzehnten Impuls„fassbar“ – hatte ich jetzt meine liebe Not, schließlich hatte ich mit meinem letzten Gedicht die Chance auf Korrespondenzen im Sinne des Doppelimpulses verwirkt. Doch dann hat mir der Mond geholfen (und die Erfahrung mit dem ‚Bibermond‘ ist der Liebe auch gar nicht so unähnlich):

 

an den mond

fassbar nah
bist du heute

und doch
unfassbar fern

 

Mondnacht

Der Vollmond nimmt
ein Sonnenbad
im Sternenmeer.

In dieser Nacht
kannst du,
was in den Sternen
geschrieben steht,
in den Mond schreiben –
in Sonnenschrift.

Die Sonnenuhr
in deinem Herzen
zeigt Mitternacht.
Es ist Mondzeit:
Deine Sternstunde
hat geschlagen.

Freundlicherweise zitiert von Chris – bei Vollmond! – auf seinem Blog „Wort und Stern“.